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| TU Dresden » Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften » Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie » Bioanalytische Chemie | ||
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NMR Workshop Oberjoch 2012 |
Xenon und hyperpolarisiertes Xenon in der NMR
Die Anwendungen von Xenon in der NMR-Spektroskopie sind vielfältig
und von zunehmender Bedeutung. So wird Xenon zum Beispiel als Sonde in der Materialwissenschaft
eingesetzt ebenso wie zur Lokalisierung von spezifischen und unspezifischen
Xenon-Bindungsstellen an Proteinoberflächen oder zur Untersuchung von Xenon-Protein-Wechselwirkungen
in wässriger Lösung. Auf Grund seiner hydrophoben Eigenschaften eignet
sich Xenon hervorragend zur Detektion von sogenannte Kavitäten in Proteinen.
Dabei kann z.B. durch Beobachtung der chemischen Verschiebung der H-1-, N-15-
und C-13-Kerne des Proteins auf Xenon-Protein-Wechselwirkungen geschlossen werden.
Außerdem besitzt Xenon im Vergleich zu Protonen in Flüssigkeiten
eine deutlich größere chemische Verschiebung von bis zu 300 ppm.
Allerdings besitzt die NMR den Nachteil einer relativ geringen Sensitivität,
welche aus der kleinen Polarisation der Kernspins im thermischen Gleichgewicht
resultiert. Durch die Hyperpolarisation von Edelgasen kann die Polarisation
und damit die Sensitivität um 4-6 Größenordnungen erhöht
werden. In unserer Arbeitsgruppe werden Arbeiten zu folgenden Schwerpunkten ausgeführt:
Der Prozess der Hyperpolarisation von Xe-129 beginnt mit dem optischen Pumpen der Valenzelektronen eines Alkalimetalls mit Hilfe eines Lasers. Die Elektronen sind in der Lage, ihre Elektronenspinpolarisation auf die Kerne eines Edelgases durch Spinaustausch zu übertragen. Um die Effektivität unserer Anlage zu verbessern, wurden in unserer Arbeitsgruppe umfangreiche theoretische Betrachtungen und numerische Simulationen unter Verwendung der Finite-Elemente-Methode durchgeführt. Mit Hilfe dieser 3D-Simulationen können die thermo- und aerodynamischen Prozesse in der Pumpzelle realistisch modelliert werden, wie der Vergleich mit den Experimenten zeigt. Durch Variation verschiedener Systemparameter (Ofentemperatur, Xenon-, Stickstoff-, Heliumpartialdruck, Laserleistung, u.s.w.) können somit die Pumpbedingungen für maximale Xenonpolarisation optimiert werden. |
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